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Big Knock 2008
Billingshurst, UK
30.05.2008 - 31.05.2008 |
Seit dem Jahr 2001 gibt es ein jährlich organisiertes Dieselmotorradtreffen mit internationaler Beteiligung in Deutschland. Das Treffen findet traditionell am zweiten Septemberwochenende im westfälischen Hamm statt. An dieser Stelle finden sich Berichte vergangener Treffen sowie die Ankündigungen der zukünftigen Treffen. Im Jahr 2005 fand erstmalig das britische Dieselmotorradtreffen "Big Knock" statt, dieses Treffen findet auch in Zukunft immer Anfang des Sommers statt.
1. Dieselmotorradtreffen Arle 2001
Irgendwann musste es passieren. Und vom 14. bis 16. September 2001
war es soweit. Es fand das (wahrscheinlich) erste
Dieselmotorradtreffen in Deutschland statt. Zu verdanken haben wir
dieses Treffen Reinhard, der einer fixen Idee folgend die Sache
aus der Taufe gehoben hat. Immer dem Grundsatz folgend, das es doch
noch andere wie ihn geben muss. Er stellte seinen Bauernhof im
Ostfriesischen Arle zur Verfügung, den wir hoffentlich nicht
zu sehr verwüstet haben.
Trotz wahrlich bescheidenem Wetter konnten ich insgesammt 11
Dieselbefeuerte Zweiräder zählen. Eine konkrete
Besucherzahl habe ich nicht ermittelt. Die lag jedoch aufgrund der
mit Auto oder Benzinmotorrad angereisten Interessierten deutlich
höher. Wir hatten sogar Besuch von Redakteuren gleich zweier
Zeitschriften. Sobald die Artikel erschienen sind werde ich
gesondert darauf hinweisen. Ich darf darauf hinweisen, das die
Dieselkradler zu einem grossen Teil, neben dem schon erwähnten
Wetter, auch noch viel Kilometer Anreise in kauf genommen haben um
dabei zu sein. Da haben wir z.b. den Lois, der mit seinem
Hatz-getriebenen Gespann aus der Gegen von Passau quasi einmal quer
durch Deutschland angereist ist. Oder den Phil, welcher ganze 15
Stunden Fahrzeit auf seiner Taurus von Berlin auf sich genommen
hat.
Hier sehen wir eine der drei grossen Attraktionen des Treffens. Wer
auf die Bilder klickt bekommt sie übrigens in deutlich
größer zu sehen. Reinhards Eigenbau, der einen Ruggerini
Motor und ein Enfield-Getriebe in einem MZ Rahmen beherbergt. Die
Maschine hatte bis zum Treffen rund 15000 Testkilometer abgespult.
Reinhard hat jedem der das Wörtchen "Probefahrt" murmelte
quasi den Helm in die Hand gedrueckt. Denn nur so kann man
davonüberzeugen, das das Gebaute wirklich fahrbar ist. Dessen
waren sich einige vorher nicht 100%ig sicher, das verrieten die
Mienen. Diese spiegelten jedoch ebenso deutlich wieder, das man
über die Fahrbarkeit überrascht war. So gut schien es keiner der
Probefahrenden erwartet zu haben.
Sieht so die Zukunft aus ? So sieht auf jeden Fall ein
Smart-Dieselmotor aus, wenn mal kein Smart drumherrum ist. Der
Smart-Diesel ist als Hightech-Motor der Neuzeit nicht durch
einfachen ausbau von seinem angestammten Auto zu trennen. Zumindest
nicht lauffähig, da er wie eine Spinne im Netz mit der
restlichen Elektronik im Auto verwoben ist. Diese Arbeit hat uns
jedoch Lothar Steinkamp von der DMV schon abgenommen. Dort wird
der Motor "marinisiert", also für den Einbau und Betrieb in
Booten umgeruestet. Hierbei entsteht ein allein lauffähiges
Triebwerk, welches somit modular eigentlich überall eingebaut
werden kann. Also auch in ein Motorrad. Noch hat es keiner
probiert, aber der erste Schritt ist getan, und es war allein die
Gelegenheit wert den Motor einmal hau/img/jahrestreffen/arle2001/TNah vor sich stehen zu haben
und ihn einfach anfassen zu können. Stundenlange Diskussionen
über Einbaulage und Positionierung der Anbauteile waren nicht
zu verhindern.
Hier haben wir den anderen bodenständigen Ansatz, um mit
Diesel im Tank schadlos quer durch das Land zu rollen. Lois entschied sich einen
Hatz-Dieselmotor vor das Getriebe eines Dnepr-Gespanns zu
hängen. Auch dieser Eigenbau hat schon gute 12000km Strasse
gesehen und darf spätestens nach der Rückfahrt als
Vollgasfest gelten. Dabei verfeuert das Dreirad nach
Herstellerangabe maximal 3.7 l Diesel auf 100 km Asphalt. Der
Verwendete Hatz-Motor entspricht übrigens den Kalifornischen
ULEV Bestimmungen in Sachen Abgas.
Bei der Ausfahrt am Samstag hat man kunstfertig versucht die
drohenden Gewitterwolken zu umfahren, und das auch recht gut
geschafft. Bei schönerem Wetter wäre man gern eine etwas
größere Runde gefahren.
Aber dazu besteht im nächsten Jahr erneut Gelegenheit. Nach
dem dieses Treffen seitens des Veranstalters und auch von mir als
voller Erfolg gewertet wurde steht fest, das es im nächsten
Jahr wieder stattfindet. Wann und wo genau steht zwar noch nicht
fest, aber um uns das zu überlegen haben wir auch noch ein
paar Tage Zeit. |
09.5.2008 - 15:34
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